CBD - alles was man wissen muss

Quelle: Bild von cytis auf Pixabay 


CBD – was genau ist dieses Cannabidiol?
CBD ist momentan nicht nur in aller Munde. Es ist mittlerweile zu einem Wirkstoff avanciert, den man in unzähligen und Produktvarianten angeboten findet.
Mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Wirkungen begeistert es die Menschen. Und trotz relativ weniger aussagekräftiger Studien, überzeugen doch viele von uns die unzähligen positiven Anwenderberichte
Doch noch mal ganz zurück auf Anfang. Was ist CBD überhaupt? Vieles sorgt im Zusammenhang mit CBD für Verwirrung und in Anbetracht der unsicheren Rechtslage, sind einige Verbraucher dem Thema gegenüber recht kritisch.

Sowohl in Bezug auf die Rechtslage als auch hinsichtlich der Studien ist die Weiterentwicklung bezüglich CBD nicht aufzuhalten und so werden wir uns in Zukunft auf weitere Veränderungen und Überraschungen vorbereiten können.

Gut zu wissen: CBD ist ein Pflanzenwirkstoff aus der Cannabispflanze Ø  CBD gilt laut Aussagen der WHO als sicher und besitzt kein Suchtpotential Ø  CBD löst keinen Rausch aus Ø  Wissenschaftler sehe großes therapeutischen Potential bei CBD Ø  CBD ist in Deutschland legal – unter bestimmten Voraussetzungen  

 

Was ist CBD?

CBD ist die Kurzform für Cannabidiol. Es gehört zur Gruppe der Cannabinoide, von denen neben anderen pflanzlichen Wirkstoffen wie Terpene und Flavonoide über 110 in der Cannabispflanze (Cannabis = Hanf) gefunden wurden. 

In Hanfpflanzen sind die Cannabinoide in der Regel als Carbonsäure vorhanden und gehören zu den Terpenphenolen – einer Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen, die von Pflanzen synthetisiert werden und nicht unbedingt für Wachstums- und Entwicklungsprozesse notwendig sind.

Neben Cannabis wurden Cannabinoide noch in anderen Pflanzen entdeckt:

  •   Purpur-Sonnenhut – Echinacea Purpurea
  •   Jambú – Acmella oleracea
  •   Helichrysum umbraculigerum
  •   Lebermoose – Radula marginata
  •   Kakao – Theobroma cacao
  •   Pfefferstrauch – Piper nigrum

 

Außer CBD gibt es ein weiteres mittlerweile berühmtes Cannabinoid -  Delta-9-Tetrahydrocannabinol, kurz THC. Es ist für die Rauschwirkung der Hanfpflanze verantwortlich und somit Grundlage für die Drogenkarriere der Hanfpflanze.

Weitere Cannabinoide sind unter anderem CBC, CBN und CBG.

Im Gegensatz zu THC verursacht Cannabidiol keinen Rausch und macht somit nicht „high“, verfügt aber über viele positive Eigenschaften.

 

Wie wirkt CBD?

Wissenschaftler entdeckte bereits 1992 im National Institute of Mental Health in den USA bei ihrer Forschung rund um die Cannabispflanze und ihre Wirkung auf den menschlichen Organismus das sogenannte Endocannabinoide System = ECS in unserem Körper. „Endo“ – bedeutet nichts anderes als „im Körper“. 

Das ECS besteht aus 2 Arten von Rezeptoren, den CB1 und CB2 Rezeptoren. Diese sind über den gesamten Körper verteilt und im Gehirn in Nervenzellen genauso zu finden wie in den Immunzellen im Darm. 

CB1 Rezeptoren: 

  •   im zentralen Nervensystem und im Gehirn

CB2 Rezeptoren:

  •  im gesamten Körper, peripheren Organen, vorrangig in Zellen des Immunsystems

 

In vielen Untersuchungen rund um Cannabis und seine chemischen Substanzen fand man heraus, dass die Cannabinoide der Hanfpflanze in der Lage sind, mit dem ECS des menschlichen Organismus zu interagieren und somit Einfluss auf Prozesse wie die Steuerung von Schmerz, Stimmungslagen, Körpertemperatur und Erinnerungen nehmen.

Daraus resultieren laut Forschung die positiven Eigenschaften von CBD:

 

  •   schmerzstillend
  •   krampflösend
  •   antidepressiv

 

Das Zusammenspiel von Cannabinoiden und ECS funktioniert ähnlich eines Stromschaltkreises, in dessen Folge es zur Ausschüttung bzw. Hemmung bestimmter Botenstoffe (Hormone) kommt, was wiederum wichtige Prozesse im Körper auslöst. 

 

Wie sicher ist CBD?

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO, gilt CBD als sicher. In ihrem Bericht aus dem Jahr 2018 bestätigte sie, das CBD weder zu einer körperlichen Abhängigkeit führe, noch ein gesundheitliches Risiko darstelle. 

 

Bislang sind nur geringe Nebenwirkungen bekannt, die entweder auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder einer Überdosierung beruhen. 

Dennoch muss man sich der Tatsache bewusst sein, dass CBD noch längst nicht komplett erforscht ist und somit weitere Neben- oder Wechselwirkungen bekannt werden könnten. 

 

Das therapeutische Potential von CBD

Im Netz häufen sich die Berichte von CBD Anwendern und ihren positiven Erfahrungen mit Cannabidiol. In vielen CBD-Anwenderforen tauschen sich Menschen aus und berichten von ihren Erfolgserlebnissen unter der Einnahme von CBD.

Und auch wenn die Studienlage lange nicht ausreicht, um alle Wirkungen von CBD zu erklären, sind Wissenschaftler überzeugt, dass in Cannabidiol ein riesiges therapeutisches Potential steckt.

Laut der bereits vorhandenen Studienberichte bezüglich CBD kann Cannabidiol aufgrund seiner vielen positiven Eigenschaften unterstützend angewandt werden bei:

  • Drogenabhängigkeit und Entzug
  • Angststörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen und Depressionen
  • Arthritis und Arthros
  • Autismus, Epilepsie
  • Hauterkrankungen (Akne, Neurodermitis)
  • Multiple Sklerose
  • Parkinson
  • Übergewicht 
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen
  • Entzündungen

Es sind noch nicht alle Wirkungen von CBD ausreichend erforscht und nachgewiesen. Dennoch belegen mehrere Forschungsergebnisse und die unzähligen Berichte von Anwendern die vielen positiven und wirkungsvollen Eigenschaften von Cannabidiol.

Anwendung von CBD

Das erste und immer noch beliebteste CBD-Produkt ist das CBD-Öl. Es ist einfach zu dosieren, wird in handlichen kleinen Glasflaschen geliefert, was eine Aufbewahrung einfach macht und kommt mit einem Pipetten-Verschluss daher, mit dem das Abzählen der einzelnen Tropfen für die Einnahme ein Kinderspiel ist.

Auf Grund seiner Wirkungsweisen kann CBD eingenommen werden zur:

Schmerzlinderung
Entzündungshemmung
Linderung von krampfhaften Geschehen

Minderung von Angstzuständen und Depression

Linderung von Schlafstörungen

Dosierung von CBD 

Wer CBD zum ersten Mal einnehmen möchte, sollte stets im Hinterkopf haben, dass:

  •  es sich um eine chemische Substanz handelt, die auf jeden Organismus eine individuelle Wirkung   hat.
  •  CBD mit den Rezeptoren im ECS agiert und Hormone steuert, sodass auch unerwartete       Reaktionen stattfinden können.

Außerdem ist die Dosierung abhängig von der Konzentration in dem CBD-Öl. Somit kann eine pauschale Aussage nicht getroffen werden. 

Eine gute Orientierungshilfe bietet diese Übersicht:

 

 | Körpergewicht/ Intensität | 50-70 kg | 70-90 kg | 90-110 kg | +110 kg
 | Leicht | 12 mg | 20 mg | 20 mg | 40 mg
| 2,5 % | 2 x 5 Tropfen | 4 x 4 Tropfen | 4 x 6 Tropfen |
| 5% |   | 2 x 4 Tropfen | 3 x 4 Tropfen | 4 x 4 Tropfe
| 10% |   | 2 x 2 Tropfen | 2 x 3 Tropfen | 2 x 4 Tropfen
| 15% |   |   | 2 x 2 Tropfen |
| Mittel | 16 mg | 25 mg | 35 mg | 45 mg
| 5% | 2 x 3 Tropfen | 2 x 5 Tropfen  | 2 x 3 Tropfen 2 x 4 Tropfen |
| 10% | 1 x 3 Tropfen  | 1 x 2 Tropfen 1 x 3 Tropfen | 1 x 3 Tropfen 1 x 4 Tropfen | 3 x 3 Tropfen
| 15% | 1 x 2 Tropfen | 1 x 3 Tropfen | 1 x 4 Tropfen | 2 x 3 Tropfen
| 25% |   | 1 x 2 Tropfen | 1 x 3 Tropfen | 1 x 3 Tropfen
| Schwer | 20 mg  | 30 mg | 40 mg | 50 mg
| 10% | 1 x 4 Tropfen | 2 x 3 Tropfen | 2 x 4 Tropfen  | 2 x 5 Tropfen
| 15% |   | 1 x 4 Tropfen | 1 x 5 Tropfen | 2 x 3 Tropfen
| 25% |   | 1 x 2 Tropfen | 1 x 3 Tropfen | 1 x 4 Tropfen

 

CBD kaufen

Wer CBD ausprobieren möchte, kann es in Apotheken, Drogerien und natürlich im Internet erwerben. Dabei ist auf ein paar wichtige Punkte zu achten. Um sicherzugehen, dass man ein qualitativ hochwertiges Produkte bezieht, hält man sich am besten an Hersteller aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz, denn diese sind an die EU-Vorschriften in Bezug auf die Herstellung gebunden. Bio-Qualität und Laborzertifikate erhöhen die Wertigkeit eines Produktes zusätzlich. Obwohl der Preis von CBD-Öl in den meisten Apotheken höher ist als in Drogerien und im Onlinehandel, gewährleistet dies keinesfalls eine höhere Qualität. 

Die Rechtslage (06-2020)

Dazu soll hier nur kurz etwas gesagt werden. Im Blog werde ich die Entwicklung verfolgen und bei Bedarf Updates einfügen. Als erstes ist es wichtig zu wissen, dass der Verkauf und die Anwendung von CBD-Produkten in Deutschland legal sind. Anders sieht es mit Blüten aus. Diese gelten als illegal, da hier der vorgeschriebene Gehalt an THC, auf welchen es nämlich ankommt, nicht nachvollziehbar wäre. 

Alle in Deutschland zugelassenen CBD-Produkte dürfen einen THC-Wert von 0,2 Prozent nicht überschreiten und müssen aus Nutzhanf hergestellt sein

Enthält ein Produkt mehr als 0,2 Prozent THC, fällt es unter das Arzneimittelgesetz und wird somit verschreibungspflichtig.  

PS:

Ich selbst nehme CBD-Öl seit einem halben Jahr täglich ein. Es unterstützt mich perfekt in Bezug auf Schmerzen und Schlafstörungen und tut auch meiner Psyche gut. So ist aus einer oftmals aufbrausenden Frau ein viel entspannteres Wesen geworden.